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Dienstleistung

Büro Valk: Mehrwegboxen, die wirklich zurückkommen

Büro Valk GmbH + Co. KG

Wie aus einer Nachhaltigkeits-Initiative ein funktionierender Kreislauf wurde — gebaut mit Barcodes, Scannern und einer schlanken Webanwendung, die im Alltag bestehen muss.

Büro Valk GmbH + Co. KG

Mehrwegboxen sind eine gute Idee — solange sie zurückkommen. Bei Büro Valk kamen nicht alle zurück. Wer hinterhertelefoniert und Plastikboxen nachkauft, verbraucht am Ende mehr Material, als er einsparen wollte. Wir haben das mit Barcodes, Scannern und einer schlanken Webanwendung umgekehrt.

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Büro Valk über die Mehrwegbox-Initiative — und warum sie ohne IT-Anbindung nicht funktionieren konnte.

Wo Büro Valk stand

Büro Valk aus Bocholt macht eines: die Beschaffung von allem, was nicht mit der Produktion zu tun hat, einfacher. Stifte, Verpackungen, Hygieneartikel, Werbemittel — alles das, was Unternehmen viel Arbeit macht, aber selten zum Kern gehört.

Vor einigen Jahren hat Büro Valk den Schritt gemacht, der oft als bewusste Umstellung gilt: weg vom Einweg-Karton, hin zu hochwertigen Hartplastik-Mehrwegboxen. Eine Kreislaufwirtschaft im Kleinen — Boxen gehen zum Kunden, Boxen kommen zurück.

Funktioniert nur, wenn der Rückweg auch tatsächlich passiert. Tat er nicht.

Was schiefging

Boxen blieben beim Kunden hängen. Manchmal vergessen, manchmal verloren, manchmal aus Bequemlichkeit. Büro Valk musste hinterhertelefonieren, hinterherfahren — und im Zweifel neue Boxen nachbestellen, damit der laufende Versand nicht zum Stillstand kam.

Das Pikante: weil Hartplastikboxen deutlich materialintensiver sind als Einweg-Karton, dreht jede nicht zurückgekommene Box den Umweltvorteil ins Negative. Aus dem guten Argument Mehrweg statt Müll wird auf einmal: mehr Plastik, höherer Aufwand, schlechtere Bilanz.

Die Idee war richtig. Die Umsetzung hat sie selbst kaputt gemacht — solange niemand zuverlässig wusste, wo die Boxen gerade sind.

Kreislauf-Grafik aus dem VALK-Video — Boxen wandern vom Lager zum Kunden und wieder zurück. Die Idee, an der der Alltag scheiterte.
Kreislauf-Grafik aus dem VALK-Video — Boxen wandern vom Lager zum Kunden und wieder zurück. Die Idee, an der der Alltag scheiterte.

Wir haben damit eine Kreislaufwirtschaft in Gang gesetzt. Die Boxen müssen zum Kunden — die müssen aber auch zurück.

Friedrich Müller, Geschäftsführender Gesellschafter Büro Valk

Was uns früh klar wurde

Schon in den ersten Gesprächen war zu spüren, dass es Büro Valk nicht um die Außenwirkung ging. Müllvermeidung war kein Marketing-Argument — es war Anspruch. Das hört man oft. Man sieht es selten so konsequent.

Das hat unsere Lösungs-Architektur geprägt. Wenn eine Initiative aus dem Inneren kommt, lohnt es sich, die Lösung so zu bauen, dass sie nicht an Alltagsdetails scheitert. Das heißt: keine zusätzliche App, die im Trubel vergessen wird. Keine separate Oberfläche, die mit der Hauptarbeit konkurriert.

Wie wir es gebaut haben

Wir haben den Workflow in zwei Hälften zerlegt — weil er auch im Alltag zwei Hälften hat. Die Verwaltung sitzt am Schreibtisch und verfolgt Ein- und Ausgänge. Das Lager packt Boxen ein und scannt sie aus, mit dem Scanner in der einen Hand. In der anderen Hand: keine Tastatur. Die wäre an dieser Stelle der Stolperstein, der den ganzen Prozess ausbremst.

Drei konkrete Schritte standen am Anfang:

  • Jede Mehrwegbox bekam einen Barcode — die physische Voraussetzung dafür, dass die digitale Seite überhaupt anfassen kann.
  • Jeder Lieferschein bekam einen Barcode — sodass Ausgangs- und Eingangs-Scan einander zuordnen können.
  • Microsoft Teams reichte für das Tracking nicht aus — wir haben eine schlanke Webanwendung gebaut, die genau eines tut: Boxen rein, Boxen raus, in Echtzeit sichtbar.

Letzteres ist die unspektakuläre Pointe. Im Lager funktioniert kein Workflow, der eine Tastatur erfordert. Barcode-Scanner sind ein UI in eigenem Recht — wer das ignoriert, baut etwas, das nicht benutzt wird. Ein Scan, fertig.

Die Webanwendung im Bau — bewusst schlank gehalten. Boxen rein, Boxen raus, in Echtzeit sichtbar.
Die Webanwendung im Bau — bewusst schlank gehalten. Boxen rein, Boxen raus, in Echtzeit sichtbar.

Vorher / Nachher in der Praxis.

Vorher

  • Boxen manuell tracken — wer hat welche, wo sind die geblieben?
  • Hinterhertelefonieren, hinterherfahren. Im Zweifel: neue Boxen nachbestellen.
  • Im Lager: Eingang händisch dokumentieren, mit Tastatur und Bildschirm-Wechsel.
  • Nachhaltigkeits-Bilanz negativ — mehr Hartplastik im Umlauf als Einweg-Karton vorher.

Nachher

  • Jede Box, jeder Lieferschein hat einen Barcode — Eingang und Ausgang in Echtzeit.
  • Boxen, die zu lange unterwegs sind, fallen auf — bevor sie endgültig verloren gehen.
  • Im Lager: ein Scan pro Box-Bewegung, kein Wechsel zur Tastatur.
  • Der Kreislauf trägt sich selbst — kein Nachkauf-Hamsterrad mehr.

Was wir aus dem Projekt mitgenommen haben

Drei Dinge, die für ähnliche Initiativen gelten.

Initiative ≠ App

Eine echte Initiative scheitert oft am Alltag. Ist die Lösung eine zusätzliche App, wird sie irgendwann vergessen. Integration ins vorhandene Tool-Set ist Pflicht, nicht Kür.

Hardware spricht mit

Im Lager funktioniert kein Workflow, der eine Tastatur erfordert. Barcode-Scanner sind ein UI in eigenem Recht — wer das ignoriert, baut etwas, das nicht benutzt wird.

Echtzeit oder nichts

Tracking ohne Echtzeit ist kein Tracking. Erst wenn auffällt, dass eine Box zu lange unterwegs ist, kann man eingreifen. Das geht nur, wenn der Stand jederzeit aktuell ist.

Wie es weitergegangen ist

Die Box-Lösung läuft seit mehreren Jahren ohne Aufregung. Das ist das beste Zeugnis, das ein System bekommen kann — wenn niemand mehr drüber spricht, weil es einfach tut, was es soll.

Sie ist auch nicht das einzige Projekt mit Büro Valk. Aus dem Erstkontakt ist eine Partnerschaft geworden, in der wir Probleme adressieren und sie in IT-Lösungen übersetzen. Genau so soll es laufen.

VALK-Inhaber im Gespräch mit dem validdata-Team im Lager — aus dem Erstkontakt ist eine Partnerschaft geworden.
VALK-Inhaber im Gespräch mit dem validdata-Team im Lager — aus dem Erstkontakt ist eine Partnerschaft geworden.

Ich kann die Probleme adressieren, und dann wird das in IT-Lösungen übersetzt. Das funktioniert sehr gut.

Friedrich Müller, Geschäftsführender Gesellschafter Büro Valk
Maurice

Maurice

Geschäftsführer

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Wenn Ihr eine Initiative habt, die im Alltagsdetail scheitert — eine gute Idee, die durch reibungsbehaftete Prozesse aufgefressen wird — sprecht uns an. Wir bauen Lösungen, die im Lager genauso funktionieren wie am Schreibtisch.

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